Die 26. Berliner Lange Nacht der Museen erwartet Ihren Besuch am kommenden Samstag, den 30. Januar.
Motto der Veranstaltung: “Überall geht ein früheres Ahnen dem späteren Wissen voraus”. Wer hätte dies treffender ausdrücken können, als der Berliner Wissenschaftsahn Alexander von Humboldt. Im Wissenschaftsjahr 2010 bleibt auch in den Museen nichts ungeahnt.
Rund 60 der über 180 Museen und Gedenkstätten bieten wie immer ein abwechslungsreiches Programm. Darunter: das Museum für Naturkunde (Virtuelle U-Boot-Fahrt in die Tiefsee), das Museum für Kommunikation (Ausstellung und Kinderprogramm zum Thema Geld), das Werkbundarchiv – Museum der Dinge (Experten erklären Sammlungsstücke: Blasse Dinge/Kaputte Dinge/Fetisch-Dinge/Gute Dinge/Böse Dinge …).
Erstmals dabei: das nach Sanierung und Restaurierung erst jüngst eröffnete Museumsschloss Schönhausen. Während Preußens Alter Fritz sorglos in Potsdam residierte, verbrachte Königin Elisabeth Christine hier mehr als 50 Sommer. Eigens für sie wurde es im Rokokostil umgebaut.
DDR-Staatspräsident Pieck diente Schönhausen ab 1950 als Residenz – sein Arbeitszimmer ist nach Jahren im Depot nun wieder an seinem Platz. Spätere DDR-Regierungen richteten das Rokoko-Schloss als Nobelherberge für höchste Staatsgäste her (u.a. Fidel Castro und Michael Gorbatschow). Blickfang heute wie damals: das violett gekachelte Bad aus den 1960-er Jahren.
Und was wohl niemand geahnt hätte: die Verköstigung der museumshungrigen Besucher mit Soljanka und Bouletten.
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