Fotos vom GayPride 2010 in Paris

Paris unterm Regenbogen

Der Pariser Bürgermeister Bertrand Delanoë wird auch in diesem Jahr wieder in der Menge des bunten Umzugs der Schwulen, Lesben, Trans- und Bisexuellen marschieren. Dabei werden mehrere hunderttausend Teilnehmer und Besucher erwartet.

Seit 1977 wird der französische Ableger des Christopher Street Days als autonome Veranstaltung gefeiert. Damals mit ein paar hundert Teilnehmern als Reaktion auf die Anti-Anti-Diskriminierungskampagne des amerikanischen Orangensaft-Werbemodels Anita Bryant. Bei der folgenden Veranstaltung 1981 waren es bereits mehr als 10.000 Demonstranten. Seitdem finden jährlich Ende Juni die als GayPride bekannt gewordenen Umzüge statt.

Begleitet wird die Veranstaltung von einem Musikfestival im Zenith (La Villette) am Samstagabend. Nach dem Ausscheiden der Equipe Tricolore in Südafrika dürfte die diesjährige GayPride umso mehr Zuschauer anlocken. Das Motto trifft auf die Nationalelf  und ihren (Noch-) Trainer wohl kaum noch zu:   F*** ME I’M FAMOUS !

Mehr Informationen unter: www.gaypride.fr

Finale in Paris

Am kommenden Wochenende (5. und 6. Juni) werden die Finale bei den diesjährigen French Open ausgetragen. Bisher recht verregnet, hoffen alle auf sonniges Wetter auf den Sandplätzen im Stade Roland Garros.

Bei der inzwischen 13. Begegnung zwischen Roger Federer (SUI) und Robin Söderling (SVE) kam es im gestrigen Viertelfinale nach 4 Sätzen (6:3, 3:6, 5:7, 4:6) zur ersten Niederlage für den Schweizer (285 Wochen lang Weltranglistenerster seit Februar 2004!) – und damit zum Aus für ihn in Paris.

Kurz zuvor benötigte die 29-jährige Italienierin Schiavone nach souveränem Spiel lediglich 2 Sätze (6:2, 6:3), um sich gegen die 10 Jahre jüngere Dänin Wozniacki durchzusetzen und ins Halbfinale einzuziehen. Klar, dass nach dem grössten Erfolg einer Italienerin in einem ATP-Turnier laut und italienisch gefeiert wurde – auch auf den Champs-Élysées…

Auch bei den Damen ist die Weltranglistenerste bereits im heutigen Viertelfinale ausgeschieden. Serena Williams (USA) unterlag der Australierin Samantha Stosur (heimliche Favoritin auf den Titel, bisher WTA Platz 7) in  einem 3-Satz-Thriller mit 2:6, 7:6 (2) und 6:8.

Die schnellsten Tennisbälle fliegen schon mal mehr als 220 km/h. Mit mehr als doppelter Geschwindigkeit ist das Fliegerass Roland Garros bis 1918 in den Kampf geflogen. In dem nach ihm benannten Stadion im Bois de Boulogne finden seit 1928 die Internationalen Tenniswettkämpfe von Paris statt.

Die Termine der Finalspiele von Paris 2010:
Donnerstag, 3. Juni: Gemischtes Doppel
Freitag, 4. Juni: Doppel der Damen
Samstag, 5. Juni: Einzel der Damen und Doppel der Herren
Sonntag, 6. Juni: Einzel der Herren

Weitere aktuelle Informationen zum Spielgeschehen sowie hübsche Fotos von Röckchen und Muskeln finden Sie auf der Homepage des Ausrichters: www.rolandgarros.com

Die Welt tobt in Kreuzberg

Der heutige Wagenumzug ist der Höhepunkt des bereits zum 15. Mal stattfindenden Karnevals der Kulturen in Berlin. Vor begeisterten Zuschauern und einer Preisjury tanzen, trommeln und toben die Teilnehmer, was das Zeug hält. Unter den ca. 4500 Teilnehmern aus 70 Nationen finden sich u.a. “Der Ochse des verrückten Waldgeistes” und “Die Töchter der Wüste”.
Was 1996 als Straßenfest mit 50.000 Zuschauern begann, hat sich zum größten Volksfest in Berlin ausgewachsen: In diesem Jahr werden, auch aufgrund des schönen Pfingstwetters, bis zu 800.000 Berliner und Gäste aus aller Welt erwartet. Der mehrere Kilometer lange Umzug führt vom Hermannplatz über den Südstern und die Gneisenaustraße zur Yorckstraße in Berlin Kreuzberg. Gefeiert wird noch bis zum Pfingstmontag.

Bestien in Berlin!

Im Hintergrund: MADAGASCAR (2009)

Im Hamburger Bahnhof – Museum für Gegenwart – Berlin lockt zurzeit eine im wahrsten Sinne phantastische Ausstellung die Besucher zuhauf an. Erstmals in Europa wird hier das „Bestiarium“ des 1960 geborenen Malers Walton Ford der Öffentlichkeit vorgestellt.

Die Motive erheben nur auf den ersten Blick Realitätsanspruch. Beim näheren Hinsehen manifestieren sich ins Surreale gehende Darstellungen: Affen prügeln sich an einer festlichen Tafel um Früchte, ein Büffel kämpft vor barocker Gartenkulisse gegen weisse Wölfe, ein Rudel längst ausgerotteter tasmanischer Tiger bildet futterneidisch und selbstzerfleischend eine Insel des Untergangs in südlichen Wassern…

Ähnlichkeiten mit Tierzeichnungen und Drucken von Expeditionsforschern des 18. und 19. Jahrhunderts sind unverkennbar und durchaus beabsichtigt. Insbesonders bezieht sich Ford auf den US-amerikanischen Ornithologen und Wildschützen J.J. Audubon (1785-1851).

Jedes der 25 großformatigen Aquarelle zieren zoologische Namen der dargestellten Tiere, oft auch eine kurze, meist “bestialische” Geschichte. So erfährt der Betrachter vom tragischen Ende eines Rhinozeros’ auf seiner Verschiffung nach Europa. Ein Elch wurde von den Bewohnern von Basel für den Leibhaftigen gehalten und deswegen mit Äpfeln gefüttert, die mit Nadeln gespickt waren. Während Napoleons Schlacht bei Borodino 1812 beobachtete sein General Auguste de Caulaincourt “… dreißigtausend angefressene Leichname” auf dem Schlachtfeld… (Foto unten)

Walton Fords Gemälde hinterlassen im Gedächtnis des Betrachters neben kindlicher Bilderlust ein gerüttelt’ Maß an Verwirrung und Verstörtheit. Garnicht klar ist, wer nun mit Bestie gemeint ist: Tier oder Mensch.

Unser Fazit: Sehr empfehlenswert!

Die Ausstellung ist noch bis zum 6.Juni zu sehen.

BORODINO (2009)

 

 

 

 

 

 

Öffnungszeiten und Eintrittspreise erfahren Sie hier.

Verkehrsverbindung:
U 6  – Naturkundemuseum
S 3, 5, 7, 75  – Hauptbahnhof
Bus M41, M85, TXL  – Hauptbahnhof)
Bus 120, 123, 147, 240, 245  – Invalidenpark
Tram 12, M6, M8  – Naturkundemuseum

Pariser Eisvergnügen

Egal, ob Paris vom Schnee bedeckt ist oder nicht: Wie in jedem Winter lädt einer der zentralsten Plätze von Paris zum Tanz auf dem Eis. Wer keine Schlittschuhe mitbringt, kann sich am Ort welche ausleihen. Begleitet von Musik sind die Schritte auf dem Eis ein echtes Vergnügen! Für die Zaungäste gibts Glühwein zum aufwärmen. Die Renaissancefassade des Rathauses (Hôtel de Ville) bildet eine passende Kulisse.
Die Eisbahn ist täglich geöffnet von 10 bis 20 Uhr. Viel Spaß!

Pariser Busse – Barrierefrei auf ganzer Linie

Bertrand Delanoë, Oberbürgermeister von Paris, traf sich am vergangenen Donnerstag mit den Direktoren der Verkehrsbetriebe STIF, Jean-Paul Huchon und RATP, Pierre Mongin, an der Place de la Bastille. Anlass war die feierliche Erklärung des barrierefreien Zuganges zu Pariser Omnibussen. Gerade recht, mag man meinen – heißt doch omnibus “für alle”.

Foto: RATP

Vorausgegangen war ein Jahrzehnt Bauarbeiten im gesamten Stadtgebiet. Haltestelleninseln und Trottoirs an Haltestellen mussten an das Niveau der Wagenböden angeglichen werden. Zudem mussste die komplette Busflotte umgerüstet bzw. ausgetauscht werden. Alle 1415 Fahrzeuge sind mit einer palette (mobile Zufahrtsrampe), gesicherten Stellplätzen für Rollstühle sowie gesonderten Haltewunschknöpfen ausgestattet. Dass Paris denn doch “nur” 96 % Barrierefreiheit bei seinen Bussen bietet, hat mit der “Spezialität” der beiden ausgenommenen Linien zu tun. Linie Montmartrobus verkehrt auf schwerst umzubauendem Terrain. Linie Balabus transportiert hauptsächlich (Geschäfts-) Touristen zwischen La Défense und Gare de Lyon.

Paris holt auf im internationalen Vergleich um Barrierefreiheit. Und in den Vorstädten zieht man mit: Auch hier gelten 70% der Buslinien bereits als geeignet für rollstuhlfahrende handicapeés. Insgesamt sei dies ein großer und notwendiger Schritt in die Zukunft des öffentlichen Personentransportes in der Millionenmetropole. Möglich wurde er dank einer gezielten Politik in der Zusammenarbeit zwischen der Stadt Paris, der Region Île-de-France und den Verkehrsunternehmen RATP und STIF.
Es war aber auch ein teurer Schritt: Seit 1999 investierte allein die staatseigene Betreibergesellschaft RATP in die Beschaffung von Fahrzeugen und den Umbau der halben Stadt ca. 330 Millionen Euro.
(Alle Angaben: RATP und STIF/Infomobi).

Früheres Ahnen – Heutiges Wissen

Die 26. Berliner Lange Nacht der Museen erwartet Ihren Besuch am kommenden Samstag, den 30. Januar.

Motto der Veranstaltung: “Überall geht ein früheres Ahnen dem späteren Wissen voraus”. Wer hätte dies treffender ausdrücken können, als der Berliner Wissenschaftsahn Alexander von Humboldt. Im Wissenschaftsjahr 2010 bleibt auch in den Museen nichts ungeahnt.

Rund 60 der über 180 Museen und Gedenkstätten bieten wie immer ein abwechslungsreiches Programm. Darunter: das Museum für Naturkunde (Virtuelle U-Boot-Fahrt in die Tiefsee), das Museum für Kommunikation (Ausstellung und Kinderprogramm zum Thema Geld), das Werkbundarchiv – Museum der Dinge (Experten erklären Sammlungsstücke: Blasse Dinge/Kaputte Dinge/Fetisch-Dinge/Gute Dinge/Böse Dinge …).

Erstmals dabei: das nach Sanierung und Restaurierung erst jüngst eröffnete Museumsschloss Schönhausen. Während Preußens Alter Fritz sorglos in Potsdam residierte, verbrachte Königin Elisabeth Christine hier mehr als 50 Sommer. Eigens für sie wurde es im Rokokostil umgebaut.
DDR-Staatspräsident Pieck diente Schönhausen ab 1950 als Residenz – sein Arbeitszimmer ist nach Jahren im Depot nun wieder an seinem Platz. Spätere DDR-Regierungen richteten das Rokoko-Schloss als Nobelherberge für höchste Staatsgäste her (u.a. Fidel Castro und Michael Gorbatschow).  Blickfang heute wie damals: das violett gekachelte Bad aus den 1960-er Jahren.
Und was wohl niemand geahnt hätte: die Verköstigung der museumshungrigen Besucher mit Soljanka und Bouletten.

Veranstaltungsorte, Programm, Preise und mehr Informationen zur Museumsnacht finden Sie hier.

Mehr Licht!

Winterbeleuchtung in Paris

Die bereits kurz nach Mittag versinkende Wintersonne ließ in früheren Zeiten sich Menschen um Talg- und Ölfunzeln versammeln. In Fürstenpalästen gab es davon mehr, in Bauernkaten weniger. Das 19. Jahrhundert bescherte (zumindest die Stadtmenschen) mit Beleuchtung öffentlicher Straßen und Plätze durch Gaslaternen (Und damit: mehr Sicherheit). Die Erfindung der Elektrizität machte es möglich, nicht nur jeden Hauswinkel, sondern komplette Fassaden riesiger Häuser auf Knopfdruck “in Licht zu tauchen”. Im Winter stehen der anheimelnden Stubenatmosphäre bei Kerzenlicht glanzvolle Lichterparaden der Konsumwelten gegenüber. Zumindest Lichterpracht ist für alle da. Wenn heute um 16:57 Uhr Ortszeit die Sonne in Paris untergeht, sind die Lichterketten in den Bäumen an den Champs-Élysée längst angeknipst. Schöner shoppen und flanieren: wie jedes Jahr bis Februar.

Vorfreude in Wien

Weihnachten in Wien

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