Residenz der Könige Frankreichs – Symbol der königlichen Macht
Bereits im 6. Jh. errichtete Chlodwig, der erste fränkische König, auf der Île de la Cité seine königliche Residenz. Fünf Jahrhunderte später ließ Hugo Capet seinen königlichen Rat samt Verwaltung im Palais einziehen, der so zum Sitz der königlichen Macht wurde.

Im 14. Jh. setzte Philipp IV. der Schöne das Werk seines Großvaters fort und machte aus dem Palais, das Sitz des Pariser Parlaments wurde, ein prachtvolles Symbol der Macht.
Justizpalast und Staatsgefängnis
Nach der Ermordung der Berater seines Vaters gab Karl V. am Ende des 14. Jh. die königliche Residenz auf der Cité zugunsten des seitdem zerstörten Hôtel Saint-Pôl auf. Er betraute einen Intendanten (oder “Concierge”) mit der Verwaltung des Palais und des Gefängnisses. Zahlreiche Staatsgefangene saßen hier ein wie Ravaillac, der Mörder von Heinrich IV.
Später tagte das Revolutionstribunal im Palais und verstärkte die Gefängnisfunktion. 1914 wurde die Conciergerie unter Denkmalschutz gestellt.
Das Revolutionstribunal
1790 brachte der Bürgermeister von Paris an den Toren des Palais – bis dato Sitz des Pariser Parlaments – die Siegel an. Das im März 1793 gegründete Revolutionstribunal richtete sich in den Grand’chambre ein. Im Juli trat Robespierre dem Wohlfahrtsausschuss mit einem auf Tugend,und Terror basierenden Programm bei. Das “Gesetz über die Verdächtigen” verfügte die Inhaftierung aller – erklärten oder vermuteten – Revolutionsgegener.
Von 1793 bis 1794 mussten sich 2700 Personen vor Fouquier-Tinville, öffentlicher Ankläger des Gerichts, verantworten, darunter Marie-Antoinette und Robespierre. Die kollektiven Prozesse wichen Prozessen von hohen Persönlichkeiten. 1794 wurden Zeugenvernehmung und Verteidigung abgeschafft und täglich mehrere Dutzend Personen guillotiniert. Nach dem Sturz Robespierres löste man das Tribunal 1795 auf.
Das Leben im Gefängnis
Die Conciergerie galt als das schlimmste Gefängnis. Während der Schreckensherrschaft waren mehrere Hundert Menschen unter unvorstellbar unhygienischen Bedingungen in die Zellen gepfercht. Bis 1794 sperrte man dabei die “Verdächtigen” mit den Kriminellen zusammen. Am Abend vor ihrem Erscheinen vor Gericht wurden die Häftlinge über den Prozessbeginn und die Anschuldigungen gegen sie in der Anklageschrift Journal du Soir informiert.
Gleich nach der Urteilsverkündung konnten sich die zum Tode Verurteilten noch eine Henkersmahlzeit gönnen.
(Text: RMN Paris)
Lage:
1. Arrondissement
Adresse:
2, boulevard du Palais
75001 Paris
Öffnungszeiten:
Winter (1.11.-28.2.) täglich von 9-17 Uhr
Sommer 1.3.-31.10.) täglich von 9:30-18 Uhr
Letzter Eintritt 30 Minuten vor Schließung.
Eintritt:
Normal 8,00 €
Unter 26 Jahren 5,00 €
Unter 18 Jahren und EU-Bürger unter 26 Jahren frei
Verkehrsverbindung:
Cité
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Chatelet
St.-Michel





