Hinter dem wie ein Tempel aussehenden Gebäude verbirgt sich die Kirche der Heiligen Magdalena. Lange Zeit war nicht klar, was den nun an dieser Stelle gebaut werden sollte und wie es aussehen könnte. Die Hofarchitekten Contant d’Ivry und Couture orientierten sich am Invalidendom bzw. am Panthéon, konnten jedoch nicht fertig bauen. Nach der Revolution sollte mal die Bank von Frankreich, dann wieder die Gesetzgebende Versammlung, eine Bibliothek oder die Börse den Bau übernehmen. Der frisch gebackene Kaiser entschied sich 1806 jedoch für eine Ruhmeshalle für die französischen Armeen. Hieß also: alles wieder abreißen und neu bauen. Nach 1814 macht Ludwig XVIII. seine Ansage: er will eine Kirche. 1842 ist es dann endlich so weit: die Pfarrkirche wird geweiht und hat ihre heutige Gestalt. Die ist besonders auffällig durch 52 korinthische Säulen auf allen Seiten. Fenster gibt es keine. Lediglich im Dach sind 3 runde Oberlichtfenster eingebaut. Am Frontgiebel des Daches ist ein Relief des Jüngsten Gerichts angebracht.
Auf den Treppen vor der Kirche verschnaufen tagsüber Dutzende von Besuchern. Abends gehört La Madeleine zu den am imposantesten angestrahlten Gebäuden der Stadt. Die Schaufenster der Luxusgeschäfte rundherum ziehen diesbezüglich gleich und locken teilweise noch bis spät nachts zum Kauf von Kaviar, Hummer und weiteren Delicatessen.
Eintritt:
frei.
Lage:
8. Arrondissement
Verkehrsverbindung:
Madeleine
Busse 24, 42, 52, 84 und 94.





