Angelegt wurde dieser Platz auf dem Gebiet ehemaliger Müllhalden bereits zur Mitte des 18. Jahrhunderts. Gigantische Ausmaße und überwältigende Perspektiven sollten ihn auszeichnen. Der König ließ das Gelände westlich der Tuilerien planieren und ausbauen, die Stadt setzte ihm ein weiteres Reiterdenkmal (von E.Bouchardon). Nach den Vorgaben von J.A.Gabriel entstand ein achteckiger Platz, der den Namen des Königs trug (Place Louis XV. oder Place Royale). Nach 1789 kehrten Ludwig XVI. und Marie Antoinette nach Paris zurück und bewohnten noch für kurze Zeit ihr Schloss in den nahe gelegenen Tuilerien. Bouchardons Königsstatue wurde eingeschmolzen, der Platz umbenannt in “Platz der Revolution”. An ihm wurde 1793 die große Guillotine aufgestellt, mit der Bürger König und Bürgerin Königin noch im selben Jahr Bekanntschaft machten. In den knapp 14 Monaten des großen Staatsterrors fielen im Monatsdurchschnitt etwa 1.000 Köpfe an dieser Stelle (heutiger Standort der Brest-Statue)!
Nach dem Ende der Schreckensherrschaft ließ Napoléon Bonaparte den Platz erneut umbenennen – diesmal in den Namen, der noch heute gilt. Die Übersetzung lautet “Platz der Eintracht”.
Bebauung: In Ost-West-Richtung verbindet der Platz die Tuileriengärten mit den Champs-Elysées und stellt so ein Bindeglied auf der “großen Achse” dar. Auf der Nordseite stehen zwei identisch aussehende Gebäude. Links das Luxushotel Crillon. Im rechten sitzt die Admiralität von Frankreich. Architekt J. A. Gabriel hatte es als königliches Möbellager entworfen. Bei der Gestaltung der Fassaden orientierte er sich an den Kolonnaden des Louvre. Südlich des Platzes fließt die Seine, am gegenüber liegenden Ufer steht das Palais Bourbon (ehem. Prinzessinnenpalais, heutiger Sitz der Nationalversammlung).
Der Obelisk von Luxor
Einer Legende zufolge soll Napoleons Gemahlin Josephine bereits 1798 (zu Beginn des Ägypten-Feldzuges) gesagt haben: “Wenn du nach Theben kommst, bring’ mir doch einen kleinen Obelisken mit!” Er hatte es dann wohl vergessen.
Erst 1833 wurde ein geeignetes Teil gefunden, nach Paris verschifft und aufgestellt. Am Granitsockel des mehr als 3300 Jahre alten Obelisken sind die Stationen seines fast 4-jährigen Transportes und der Aufstellung eingemeißelt.
Seit 1999 ziert die Steinsäule eine vergoldete Spitze. Es ist dies eine Spende des französischen Unternehmers und Philantropen Pierre Bergé (langjähriger Lebensgefährte von Yves Saint Laurent).
Die Brunnen
Flankiert wird der eingezäunte Obelisk von 2 Fontänen des Kölner Architekten J.I.Hittorf – beides Arbeiten aus dem Jahr 1840. Die teilweise vergoldeten Brunnenfiguren sind Allegorien auf die Fluss- und die Meeresschiffahrt. Sie gehören auf dem gesamten Platz zu den beliebtesten Fotomotiven – wohl nicht zuletzt, weil man greifbar nahe an sie heran kommt.
Die Statuen:
An den 8 Ecken des Concorde-Platzes steht jeweils ein gemauertes Häuschen als Podest für weibliche Sitzstatuen. Es sind Allegorien auf die 8 größten Städte Frankreichs (nach Paris): Rouen – Marseille – Nantes – Brest – Strasbourg – Bordeaux – Lyon – Lille.
Lage:
1. Arrondissement
Verkehrsverbindung:
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Concorde
Busse 31, 42, 72, 73, 84 und 94.





