Uhelný trh – Kohlenmarkt (Altstadt)
Verfasst von Mirko am 5 Oktober, 2007 – 16:14.
In jüngster Zeit präsentieren hier Prager Künstler (manche von ihnen nicht mal die schlechtesten) ihre Werke. Der Vergleich zum Place du Tertre in Paris wird gerne bemüht, hinkt jedoch etwas. Allerdings ist es auch nie so voll wie dort oder auf der hiesigen Karlsbrücke. Mit den teilweise an Ort und Stelle arbeitenden Malern und Porträtisten um den Verkaufspreis zu feilschen macht Spaß und ist durchaus legitim. “Leben und leben lassen” ist das Motto.
Seinen Namen hat der Platz vom Handel mit Holzkohle (als Heizmaterial, nicht zum Zeichnen) in alten Zeiten. Seine Mitte ziert ein Brunnen, der selten Wasser führt. Warum auch: Die Brunnenfiguren aus dem 18. Jhd. (Kopie) sind eine Allegorie für den Weinbau. Am Rand des Brunnens oder auf den Bänken lässt sich’s bei gutem Wetter angenehm picknicken oder spät abends verträumt verweilen.
In den Gebäuden um den Platz befinden sich u.a.:
Das Restaurant “Wolfgang Inn” (Südwestecke) – es ist nach einem früheren Bewohner dieser ehemaligen Herberge benannt. Wolfgang hatte im Oktober 1787 von hier aus einen exzellenten Blick hinüber zum Obstmarkt und dem dortigen Ständetheater, wohin er nur wenige Schritte gehen musste, um seine eigenen Kompositionen zu dirigieren.
Das Gasthaus “Zu den zwei Katzen” (Nr. 10) – ist bei Touristengruppen beliebt. Und die Touristengruppen sind bei den Kellnern und Musikanten beliebt.
“La Fabrique” (Nr. 2) – birgt ein unterirdisches Restaurant und einen Musikclub.
[Detailliertere Beschreibungen und mehr zum Thema Essen, Trinken, Tanzen finden Sie hier]
In der nördlich vom Platz abgehenden Straße Havelská befindet sich der Gallusmarkt.
Am Platz (in Wahrheit: darunter) befinden sich öffentliche Toiletten. Eine “Einheit” kostet 5 Kronen.
Öffnungszeiten des Marktes: Täglich 10-18 Uhr
Lage: Prag 1 (Altstadt)
Verkehrsverbindung: Metro Station Mustek (Linie A und B) oder Národní trida (Linie B).





