Kirche St. Maria im Schnee

Prager Kirche Maria im Schnee Kaiser Karl IV. gilt als Gründer des vormaligen Karmeliterinnenklosters St. Maria im Schnee. Der Name geht auf eine Legende zurück, der zufolge einem  Mann im antiken Rom Maria im Traum erschien und ihn anwies, eine Kirche an eben der Stelle zu bauen, an der er nach seinem Erwachen Schnee entdecken würde. Gesagt, getan! Halluzinierend schaute er morgens aus dem Fenster und erblickte auf einem der römischen Hügel Schnee – mitten im Sommer.

Der Bau der Prager Kirche wurde im 14.Jahrhundert begonnen, er sollte alles übertreffen, was bisher da war. Doch mal ging das Geld aus, dann wieder war Krieg – aus der geplanten dreischiffigen Basilika wurde bis heute nichts. Der radikal-hussitische Prediger Želivský führte seine Schäfchen von hier aus zum Rathaus der Neustadt, wo diese Andersgläubige aus dem Fenster stürzten. Mehrere Umbauten im Laufe der Zeit haben ein seltsames Gebilde erschaffen. Der winzige Glockenturm auf dem Dach war nicht der erste Versuch seiner Art – Vorgängervarianten sind wegen ihrer Monströsität wieder eingestürzt.

Eingebunden in das Gebäudeareal ist das Österreichische Kulturforum, in dem häufig wechselnd interessante Ausstellungen gezeigt werden. Das südlich der Kirche gelegene Franziskanerkloster ist seit 1990  wieder für die Pflege des Klostergartens zuständig. Zu sozialistischen Zeiten eine innerstädtische Brache, ist dieser heute eine wahrhaftige Oase inmitten des Trubels der Großstadt.

Verkehrsverbindung:
Metro A und B, Station Mustek, Ausgang Jungmannovo namesti




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