Polizeimuseum Prag

Der Weg zum Karlshügel lohnt nicht nur den Blick über Prag. Gleich neben der Rotunde Karls des Großen und der Hl.Maria liegt in ehemaligen Klostermauern und dem dazu gehörigen Gärtchen eine umfangreiche Sammlung von Exponaten zur Geschichte der Polizei in Böhmen. Von den Anfängen (königliche Schergen) bis zum  neusten Stand (Drogenfahndung, Terrorabwehr). Die Vitrinen und Schautafeln sind grundsätzlich auf tschechisch, viele allerdings  auch auf englisch erklärt. Aus Habsburger Zeiten sind viele Originaldokumente sowieso zweisprachig (d/cz).

Für Kinder ist dieses Museum mit Sicherheit ein spannendes Erlebnis. Mitgebrachte Eltern können sich schon mal mit dem neuen Berufswunsch ihres Sprösslings auseinandersetzen.

prag-polizeimuseum-koffer 1939 wurde auf dem Prager Hauptbahnhof ein Koffer mit Leichenteilen gefunden. Ermittelt wurde, dass diese zur 22-jährigen Otylíe Vranská gehörten. Ein zweiter Koffer (mit den restlichen Teilen) wurde kurze Zeit später in Bratislava/Pressburg gefunden. Es war einer der spektakulärsten Falle der Prager Kriminalgeschichte, der jedoch nie aufgeklärt werden konnte.

prag-polizeimuseum-tresor Der Fall des Geldschrankknackers Josef Koudela beschäftigte die Polizei der ersten Republik in den 1920er und 1930er Jahren. Dieser Typ war der beste seiner Zeit und kaum  hatte man ihn gefasst und verknackt, heckte er schon den nächsten Plan aus. Kaum war er wieder frei, knackte er den nächsten Tresor. Undsoweiter.

prag-polizeimuseum-auto Darauf konnte sich die Polizei der CSSR etwas einbilden: sie hatten so ziemlich die schicksten und bequemsten Polizeiautos. Diese hatten sie aus der Sowjetunion geliefert bekommen, wo erfolgreich amerikanische Straßenkreuzer nachgebaut wurden: Wolga M 21.

Das fliegende Auge von Prag Im ehemaligen Klostergarten hat dieser kleine zweisitzige Polizeihelikopter ein schattiges Plätzchen gefunden. Obwohl der Bau von Luftfahrzeugen in Tschechien schon eine gewisse Tradition hatte, kaufte man auch Fluggeräte vornehmlich in der Sowjetunion ein.

Texte des früheren Polizeiberichterstatters und Begründers der Reportage als Literaturform Egon Erwin Kisch (1885-1948) sucht man hier leider vergeblich. Nach Auskunft des Museums befinden sich einige jedoch im Archiv. Nebenbei: Die Schriften des “rasenden Reporters”  sind  im deutschen Buchhandel  überall erhältlich und zur Vorbereitung Ihres Pragaufenthaltes wärmstens empfohlen.

Entspannen Sie sich nach soviel Polizei bei einem kleinen Imbiss, Eis oder Bierchen im Museumsgarten!

Eintritt zum Museum:
20 Kronen (Kinder 15 Kronen)

Adresse:
Ke Karlovu 4531, Praha 2

Verkehrsverbindung:
Metro Linie C, Station I.P.Pavlova, dann ca. 6 min. zu Fuß.




Social Bookmarking - Füge uns zu deinen Bookmarks hinzu:


  • MisterWong.DE
  • Webnews.de
  • Twitthis
  • E-mail this story to a friend!
  • Turn this article into a PDF!
  • Facebook

Zur Zeit keine Kommentare

Hinterlasse eine Antwort

SEO Powered by Platinum SEO from Techblissonline