Einträge mit dem Schlagwort Paris

Passerelle Simone de Beauvoir

Passerelle Simone de Beauvoir, Foto: Marie MilbacherDie jüngste aller Seinebrücken in Paris wurde erst 2006 eröffnet. Linksseitig führt der Weg zu den Büchertürmen der Neuen Nationalbibliothek im Quartier Tolbiac (13. Arr.). Der rechte Brückenkopf steht in Bercy (12. Arr.), unweit des Sportpalastes Palais Omnisport de Paris-Bercy.

3 Merkmale an ihr haben Seltenheitswert: Zum einen dient sie lediglich Fußgängern zur Flussüberquerung – wie auch weitere 4 der 33 Brücken im gesamten Stadtgebiet. Zum anderen überspannt sie in einer Kombination aus Hängekonstruktion und einem Bogen ohne abstützende Pfeiler den an dieser Stelle 190 Meter breiten Fluss. Letztlich ist sie die einzige nach einer Frau benannte Brücke. Simone de Beauvoir, international bekannte Pariser Schriftstellerin, lebte bis zu ihrem Tode 1986 in der Stadt.

Breite: durchschnittlich 12 m

Länge: 304 m

Baukosten: 21 Millionen Euro

Architekt: Dietmar Feichtinger

Weitere Bilder auf der Homepage der Architekten.

Elysée-Montmartre

Zu Füßen des Hügels Montmartre befindet sich am Boulevard de Rochechouart dieser Unterhaltungspalast seit 1807. Seit dieser Zeit hat er Künstler und Vernügungssüchtige in großer Zahl angelockt. Nicht nur Henri de Toulouse-Lautrec fand hier Szenerien und Modelle zur Genüge. Der Pariser Norden hatte sich in der Folge des großen Stadtumbaus 1854-1870 rasant entwickelt zum Vergnügungsviertel Nr. 1. In direkter Nachbarschaft befinden sich weitere Bauten dieser Art: La Cigale, Le Trianon, Le Moulin Rouge

Zur Umgestaltung mit dem heutigen Aussehen kam es zum Ende des 19. Jahrhunderts. Der reichhaltige Art Deco Stuck an der Fassade und an der Decke des Saales stammen aus jener Zeit. Im Dach- und Innenbereich wurden zudem Stahlkonstruktionen sichtbar verbaut, die noch zur Weltausstellung von 1889 Teile der französischen Pavillons (Konstrukteursfirma Gustave Eiffel & Cie.) gewesen waren – eine durchaus übliche Form des Recyclings.

Ab der Mitte des 20. Jahrhunderts wurden immer weniger Theaterrevuen gegeben – das Kino war eine allzu große Konkurrenz geworden. An einen Umbau als Kino war hier jedoch nicht zu denken. Zu aufwendig, zu teuer. Und zu gering die Entfernung zu bereits seit langem erfolgreichen großen Kinopalästen an der Place de Clichy.

In den 1970er Jahren begannen die Betreiber mit der Ausrichtung von Rockkonzerten und Discotheken. Tausende von Bands verschiedenster Musikrichtungen spielten bereits auf der Bühne des Elyseé-Montmartre: Rock und Punk, Reggea und Hip Hop, Techno, Elektro, Metal und Funk. In jüngerer Vergangenheit ist das Elysée-Montmartre auch verbunden mit den Namen weltbekannter DJ-Sets. Legendär sind die Studentenparties der Pariser Universitäten. Das Elysée-Montmartre hat eine Stehplatzkapazität für 1200 Personen.

Lage:
18. Arrondissement

Adresse:
72, boulevard de Rochechouart
75018 Paris

Verkehrsverbindung:
Anvers


Zur Homepage mit Veranstaltungskalender, Eintrittspreisen, Bildergalerie und eigenem Radioprogramm geht’s hier entlang.

Traurige Neuigkeit:
Am Morgen des 22. März 2011 brach ein Feuer im 2. Stock des Gebäudes aus. Die Feuerwehr, die 10 Minuten nach dem eingegangenen Notruf den Ort erreichte, konnte mit mehr als 100 Feuerwehrleuten den Brand löschen. Personen kamen keine zu Schaden.

Plastic Meets Baroque – Murakami in Versailles

Nach Jeff Koons 2008 und Xavier Veilhan 2009 ist es nun an der Zeit, den nächsten Zeitgenossen im barocken Rahmen des Schlosses Versailles zu präsentieren.

Flower Matango, 2001-2006

Flower Matango, 2001-2006

Takashi Murakami, 1962 in Tokio geboren, graduierte ebendort zum Doktor in japanischer Malerei. Sein Stil ist gekennzeichnet durch die Kombination modernster Ausdruckstechniken mit Elementen der traditionellen japanischen Kunst. In vielen seiner hier gezeigten Arbeiten werden zudem edle mit unedlen Materialien gemixt: Diamanten, Gold und Silber treffen auf Fiberglas, Acryl und Plastik.

Kennern westlicher Konsumwelten ist er seit 2003 als Gestalter für Louis Vuitton bekannt – beispielsweise durch die Gestaltung der Linie Monogram Cerises (Luxustaschen mit Kirschmotiv).

Für seine kunterbunten Skulpturen lässt sich Murakami besonders deutlich von Manga und Kawaii inspirieren. Anders als im Westen hat sich in Japan bereits seit den 1970er Jahren “Niedlichkeit” in vielen Lebensbereichen durchgesetzt. Nicht nur in der Produktgestaltung und Werbung sondern auch in staatlichen Behörden sind Kawaii-Figuren und Maskottchen nicht mehr wegzudenken. Viele zeitgenössische Künstler in Japan reflektieren das in ihren Werken.

Ein Großteil der Besucher ist begeistert vom Kontrast poppiger Gegenwartskunst und barocker Fülle. Manch einen lässt die Ausstellung auch verstört nachdenken über Symbole und Wertvorstellungen – die eigenen und die des selbstverliebten Sonnenkönigs. Wie würde das Schloss wohl aussehen, wenn dessen Auftraggeber, Erbauer und Gestalter die Maßstäbe von heute angelegt hätten?

In 15 Räumen des Schlosses sowie in den königlichen Gärten werden insgesamt 22 Arbeiten gezeigt. 11 davon wurden eigens für diese Ausstellung kreiert. Weitere Bilder sehen Sie hier.

Diese erste große Retrospektive des Japaners in Frankreich ist noch bis zum 12. Dezember zu sehen.

Pont Charles de Gaulle

Pont Charles de Gaulle1996 eingeweiht. Sie verbindet den Austerlitzkai (13. Arr.), nahe des Austerlitzbahnhofes, mit der Gegend nahe des Lyoner Bahnhofes (12. Arr.). Benannt wurde sie nach dem General und Staatsmann Charles de Gaulle.

Länge: 207 m
Architekten: Louis Arretche und Roman Karasinki

Heisser Juli – Heisse Preise

In Paris gelten ab 1. Juli 2010 neue Preise für den öffentlichen Personennahverkehr. Eine Übersicht über die Tarife finden Sie hier.

Institut der Arabischen Welt

Pariser Bahnhöfe – Köpfe und Säcke

In der Zeit der großen Industrialisierung Europas entstanden in Paris genauso wie in vielen anderen Städten und Metropolen Bahnhöfe der verschiedenen Schienennetze. Darunter gab es solche zum Gütertransport, andere dienten hauptsächlich Passagieren. Sie hatten schon damals mehr als nur Gleise und Plattformen: Es befanden sich hier integrierte Hotels für Zugereiste, Restaurants, Kioske in riesige Wartehallen mit Dächern aus Glas und Stahl. Die Fassaden und Innenwände waren nicht selten aufwendig gestaltet – dem Geschmack der Zeit entsprechend im Neobarock-, Neorenaissance- oder Belle-Epoque-Stil. Architekten, Konstrukteure, Ingenieure und Künstler schufen dieserart Bauwerke, die man noch heute mit Fug und Recht als Kathedralen des Reisens bezeichnen kann.

Begeistert von der modernen Art des Reisens und des Transports, ließen sich bekannte Maler nicht von der dampf- und rauchgeschwängerten Luft in den Bahnhöfen dieser Zeit abschrecken. Im Gegenteil: Claude Monet z.B. inspirierte dieser Qualm geradezu.

Im Laufe der vergangenen 150 Jahre wurde das Antlitz der großen Pariser Bahnhöfe kaum verändert. Im Innern (mehr noch im Untergrund) sind sie den modernen Anforderungen gestiegener Gästezahlen und geschwinder Abfertigung durchaus gewachsen. Allein, es fehlt in Paris ein zentraler Umsteigepunkt – fast ausnahmslos handelt es sich um Kopf- oder Sackbahnhöfe. (Die Qual des Umsteigens von Bahnhof zu Bahnhof  ist anschaulich dargestellt im Film “Mr. Bean macht Ferien”. Ebendort eine vergnügliche Szene im Restaurant “Le Train Bleu” des Lyoner Bahnhofs.)

Für technische Daten verweisen wir gern auf einschlägige Internetportale. Wir möchten Ihnen mit Fotos und Kurzbeschreibungen hier einen kleinen Überblick verschaffen und Ihren Blick auf Details lenken, die einen Besuch lohnen.

Gare d’Austerlitz
Gare de l’Est
Gare du Nord
Gare Montparnasse
Gare Saint-Lazare
Gare de Lyon

Gare d’Austerlitz

Gare de l’Est

Gare du Nord

Gare Montparnasse

Gare Saint-Lazare


Gare de Lyon

1901 offiziell vom Präsidenten der Republik, Emile Loubet, eröffnet. Besonders im Bahnhofsrestaurant “Le Train Bleu” zeigt sich der überbordende Ausdruck der Belle Epoque: Skulpturen, Vergoldungen und 41 riesenhafte Gemälde machen die Wartezeit angenehm, wenn auch nicht billig.
Von hier fahren Züge in Richtung Süd und Südost, also nach Lyon, Marseille, Genf, in die Provence und die Alpenregion.

Paris unterm Regenbogen

Der Pariser Bürgermeister Bertrand Delanoë wird auch in diesem Jahr wieder in der Menge des bunten Umzugs der Schwulen, Lesben, Trans- und Bisexuellen marschieren. Dabei werden mehrere hunderttausend Teilnehmer und Besucher erwartet.

Seit 1977 wird der französische Ableger des Christopher Street Days als autonome Veranstaltung gefeiert. Damals mit ein paar hundert Teilnehmern als Reaktion auf die Anti-Anti-Diskriminierungskampagne des amerikanischen Orangensaft-Werbemodels Anita Bryant. Bei der folgenden Veranstaltung 1981 waren es bereits mehr als 10.000 Demonstranten. Seitdem finden jährlich Ende Juni die als GayPride bekannt gewordenen Umzüge statt.

Begleitet wird die Veranstaltung von einem Musikfestival im Zenith (La Villette) am Samstagabend. Nach dem Ausscheiden der Equipe Tricolore in Südafrika dürfte die diesjährige GayPride umso mehr Zuschauer anlocken. Das Motto trifft auf die Nationalelf  und ihren (Noch-) Trainer wohl kaum noch zu:   F*** ME I’M FAMOUS !

Mehr Informationen unter: www.gaypride.fr

Orangerie

Mitten in Paris, jedoch etwas versteckt am Ende der Tuileriengärten lässt sich eine der prächtigsten privaten Kunstsammlungen der Stadt bestaunen. Im vollständig restaurierten Gebäude der ehemaligen Orangerie des Tuilerienpalastes hängt eine Reihe der großformatigen Seerosenbilder von Claude Monet (Die größten messen 2 mal 6 Meter!).

Durch den Einbau von Oberlichtfenstern in die Decke dieser Halle ermöglichte man den Besuchern, diese Bilder unter den sich ständig wechselnden Tageslichtverhältnissen zu betrachten.

Liste der am PARIS MUSEUM PASS teilnehmenden Museen und Monumente

In Paris:

1 – Tropisches Aquarium (Porte Dorée)
2 – Triumphbogen (*)
3 – Armeemuseum und Invalidendom (*)
4 – Centre Pompidou (*)
5 – Museum der Asiatischen Kunst Guimet (*)
6 – Museum der Dekorativen Künste (*)
7 – Mode- und Textilmuseum
8 – Museum für Plakatkunst und Werbemedien
9 – Museum Nissim de Camondo
10 -Museum für Kunst und Handwerk (*)
11 – Museum des Pariser Krankenhauswesens
12 – Museum Quai Branly (*)
13 – Kapelle Expiatoire (*)
14 – Filmmuseum Cinémathèque Francaise
15 – Stadt der Wissenschaften und Industrie – La Villette
16 – Conciergerie (*)
17 – Museum Eugène Delacroix (*)
18 – Kanalisationsmuseum
19 – Institut der Arabischen Welt
20 – Museum der Jüdischen Kunst und Geschichte(*)
21 – Museum Grand Louvre (*)
22 – Marinemuseum (*)
23 – Stadt der Architektur und des baulichen Erbes (*)
24 – Gustave Moreau Museum (*)
25 – Mittelaltermuseum Cluny(*)
26 – Stadt der Musik – Museum für Musik(*)
27 – Archäologische Krypta vor Notre-Dame (*)
28 – Turm von Notre-Dame (*)
29 – Orangerie (Sammlung Walter-Guillome) (*)
30 – Museum des Ordens der Befreiungsbewegung – Résistancemuseum (*)
31 – Orsaymuseum (*)
32 – Panthéon (*)
33 – Museum der Stadtmodelle (*)
34 – Postmuseum (*)
35 – Rodin Museum (*)
36 – Sainte-Chapelle (*)

In der Pariser Region:

37 – Luft-und Raumfahrtmuseum Le Bourget
38 – Nationales Archäologiemuseum Saint-Germain-en-Laye (*)
39 – Keramikmuseum Sèvres (*)
40 – Königliche Abtei in Chaalis
41 – Schloss Compiègne (*)
42 – Condémuseum Schloss Chantilly
43 – Maurice Denis Museum (*)
44 – Schloss Fontainebleau (*)
45 – Schloss Maison-Lafitte (*)
46 – Schloss Malmaison (*)
47 – Schloss Pierrefonds (*)
48 – Museum des Jansenismus Port-Royal des Champs (*)
49 – Schloss Rambouillet (*)
50 – Renaissancemuseum Schloss Ecouen (*)
51 – Rodinvilla Meudon (*)
52 – Basilika Saint-Denis (*)
53 – Corbusiervilla Savoye (*)
54 – Schlösser Versailles und Trianon (*)
55 – Schloss Vincennes (*)

Zurzeit geschlossen wegen Umbaus:
56 – Museum Galliera
57 – Picasso Museum
58 – Musée de la Monnaie – Geldmuseum
59 – Museum Ennery
60 – Museum Hébert

Alle mit (*) gekennzeichneten Einrichtungen sind kostenfrei zu besichtigen für EU-Bürger unter 26 Jahren (Personalausweis oder Pass erforderlich).

SEO Powered by Platinum SEO from Techblissonline